20091109 Montag 09.11.2009

Portal 2.0: Integration ist das Erfolgsrezept

In das Web 2.0 Horn der Gartner-Experten bläst nun auch das Beratungshaus Capgemini. Deren Berater Thomas Jäger und Sierk Schmittner haben in der Computerwoche einen langen Artikel veröffentlicht, der die Frage „Wann kommt das Portal 2.0?" als Überschrift trägt. Darin beschreiben die beiden, wie Web-2.0-Features auch in Portalsoftware Einzug halten wird und wie Unternehmen davon profitieren.

Zunächst stellen die beiden Autoren drei Thesen auf, die sie dann genauer erläutern:

These 1:
In Zukunft werden in allen Portalen - unabhängig davon, ob es sich um Informations-, Unternehmens- oder Intranet-Portale handelt - die klassischen redaktionellen Inhalte mit den neuen interaktiven Kollaborationsanwendungen des Web 2.0 zum "Portal 2.0" zusammenwachsen.

These 2:
Die künftigen Anforderungen hinsichtlich der fachlichen und technischen Integration werden dabei weit über das hinausgehen, was bislang in Portalen praktiziert wird. Anbieter haben dadurch schwierige Aufgaben zu lösen.

These 3:
Portale, die Dienste stark integrieren, werden einen zentralen Wettbewerbsvorteil haben, aber nur dann, wenn die eingesetzten Produkte offene Standards unterstützen und Schnittstellen für die fachlichen Dienste anbieten.

Obwohl man bei Web 2.0 sofort an das Mitmach-Web mit Macht für den Konsumenten denkt, können auch Unternehmen profitieren, die ihre Portale zur Kundenkommunikation einsetzen - ob im B-to-C- oder B-to-B-Umfeld. Durch Web-2.0-Features können Unternehmen ihre Portale so gestalten, dass ein echter Dialog stattfinden kann, beispielsweise in Form von Support-Foren oder Kommentarfunktionen. Dann nämlich tragen nicht nur die eigenen Mitarbeiter zur Informationsgewinnung bei, auch Kunden bringen ihr Know-how ein und schaffen damit einen Mehrwert für das Unternehmen und andere Kunden.

Selbst vor internen Unternehmensportalen macht das "Social Web" nicht Halt. Eine neue Art der Kommunikation, des Wissensaustausches über Wikis, Foren oder Instant Messaging im Intranet scheint angebrochen. Im "Enterprise 2.0" tauschen sich die Mitarbeiter in projekt- oder themenbezogenen Gruppen aus und können ad hoc gemeinsam an Ideen arbeiten.

Ein ganz besonderes Augenmerk legen die beiden Autoren auf die Anbieter und ihre Fähigkeit, die Web 2.0 Anwendungen optimal zu integrieren. Die Fähigkeit zur integrierten Benutzerverwaltung, zum Single-Sign-on und die Integration auf der Serviceebene sind Kriterien, an denen Portallösungen 2.0 in Zukunft gemessen werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Computerwoche Online-Ausgabe.

Frank Bärmann in News Nov 09, 2009 | Link | Kommentare[0] | Tags: enterprise portal 2.0 web

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